Selbsthilfe bei Muskelschmerzen – Massagen, Heilkräuter & Co.

Chronische Schmerzen beeinträchtigen die Lebensqualität. Oft beginnen diese Schmerzen akut – zum Beispiel aufgrund einer Verletzung oder Krankheit – und gehen dann in chronische Schmerzen über. Viele Betroffene nehmen täglich starke Schmerzmittel zu sich und belasten damit ihren Organismus nicht unerheblich. Chronische Schmerzen können aber auch sanfter behandelt werden. Lesen Sie hier mehr darüber.

Muskelschmerzen und chronische Schmerzen – Symptomatik

Als chronisch gelten Schmerzen dann, wenn sie mindestens drei bis sechs Monate vorhanden sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie permanent vorhanden sind oder regelmäßig wiederkehren. Diese Schmerzen führen bei den Patienten zu starken Einschränkungen in der Lebensqualität.

Sie leiden unter Beweglichkeitsverlust und Funktionseinschränkungen. Nicht selten schlägt sich dies auch in der psychischen Verfassung nieder. Was nicht weiter verwunderlich ist, da man bei vielen Tätigkeiten, gesellschaftlichen Aktivitäten und auch bei der Arbeit aufgrund der Schmerzen stark eingeschränkt ist.

Medizinisch werden chronische Schmerzen als chronisches Schmerzsyndrom bezeichnet.

Chronische Schmerzen können zu einem Teufelskreis verkommen. Denn sie führen nicht selten zu Schlafstörungen, Appetitmangel, depressiven Verstimmungen und erhöhter Reizbarkeit. Zudem kann es Probleme beim Arbeitgeber geben, wenn sich die Krankenstände häufen.

Welche Ursachen führen zu Muskelschmerzen oder chronischen Schmerzen

Körperliche Störungen als Auslöser von Schmerzen

Oft sind körperliche Störungen der Auslöser für Schmerzen. Dazu zählen unter anderem Erkrankungen, wie zum Beispiel Rheuma, Arthrose, Osteoporose oder Nervenschädigungen. Aber auch sogenannte Phantomschmerzen können die Ursache vom chronischen Schmerzsyndrom sein. Phantomschmerzen können nach einer Amputation auftreten.

Wenn Schmerzen durch psychische Begleiterkrankungen begünstigt werden

Menschen, die zum Beispiel an Ischialgie oder einem Bandscheibenvorfall leiden, können, wenn sie sich nicht ausreichend mit der Krankheitsbewältigung auseinandersetzen, psychische Begleiterkrankungen bekommen, die den Krankheitsverlauf negativ begünstigen. Betroffene, die sich wenig mit ihrem Krankheitsbild befassen und auch zu wenig für die Heilung selbst investieren, leiden nicht selten unter einer Angststörung oder depressiven Störung. Beide Erkrankungen „nähren“ das chronische Schmerzsyndrom zusätzlich.

Die Psyche selbst als Auslöser

Chronische Schmerzen können aber auch aus einer psychischen Grunderkrankung heraus entstehen. Die häufigsten Auslöser in diesem Bereich sind:

  • Posttraumatische Belastungsstörung
  • Depression
  • Angststörungen
  • Panikattacken

Selbsthilfe bei Muskelschmerzen und chronischen Schmerzen

Die Schulmedizin setzt bei der Behandlung von Schmerzen nicht selten auf Schmerztabletten, Operation oder physikalische Therapien. Schmerztabletten können sich jedoch, wenn sie dauerhaft eingenommen werden, negativ auf unseren Organismus auswirken. Operationen sind zudem immer risikobehaftet und können zudem zu einer Verlagerung der Symptomatik führen. Daher bevorzugen viele Betroffene zuvor den „sanften“ Weg.

Eine fachärztliche Abklärung im Vorfeld ist anzuraten und kann den alternativen Behandlungsweg unterstützen beziehungsweise begünstigen.

Wie Taping bei Muskelschmerzen eingesetzt werden kann

Je nach Beschwerdebild gibt es Markt unterschiedliche Tapeformen. In der Regel kommen das kinesiologische Tape oder die sogenannten Crosstapes zum Einsatz. Tapes können sowohl bei Muskelschmerzen, als auch Gelenksschmerzen eingesetzt werden.

Viele Betroffene berichten bereits nach kurzer Zeit von einem gesteigerten Wohlbefinden.

Schröpfen (Ba Guan) bei Schmerzen

Das Schröpfen wird gerne insbesondere bei der Schmerztherapie eingesetzt. Es handelt sich dabei um ein ausleitendes Verfahren.

Schröpfen ist eine Behandlungsmethode, die bereits seit vielen Jahrhunderten bei unterschiedlichsten Krankheitsbildern eingesetzt wird. Bei der Behandlung werden Gläser auf die Haut aufgesetzt, die einen Unterdruck erzeugen. Dadurch wird die Durchblutung in den jeweiligen Bereichen angeregt.

Es gibt unterschiedliche Schröpfverfahren, die sich am Markt etabliert haben.

  • Trockenes Schröpfen
  • Blutiges Schröpfen
  • Schröpfkopfmassage

Nicht selten wird das Schröpfen mit dem sogenannten Baunscheidtieren verbunden.

Ohrakupunktur bei Muskelschmerzen

Aus der Traditionell chinesischen Medizin (TCM) kommt die Ohrakupunktur beziehungsweise die Akupunktur. Insbesondere bei der Behandlung von Schmerzen hat die Ohrakupunktur viele Fans.

Die Akupunktur selbst verursacht kaum Schmerzen.

Bei der Behandlung von Schmerzen werden die Schmerzpunkte akupunktiert. Dabei kommen sehr häufig Einmal-Akupunkturnadeln zum Einsatz, die 1-2mm eingeführt werden.

Bei besonders ausgeprägten Beschwerden wird zusätzlich mit Mikroaderlässen gearbeitet. Hierfür werden die Schmerzpunkte zuvor kurz an gepiekt und anschließend wieder entfernt.

Alternativ können auch Dauernadeln eingesetzt werden. Diese Dauernadeln werden mit einem Pflaster an den jeweiligen Stellen fixiert.

Der Einsatz von CBD (Cannabidiol) bei Schmerzen

Massagen mit CBD (Cannabidiol) Öl werden heutzutage ebenfalls oft eingesetzt.

Trotz fehlender wissenschaftlicher Beweise werden Cannabidiol von Anwendern viele unterschiedliche Wirkungen nachgesagt, die das Wohlbefinden steigern sollen.

CBD ist als Öl, in Form von Blüten, in Kapselform oder in Kristallen erhältlich.

Wichtig ist, dass Sie beim Kauf auf eine gute Qualität achten. Wenn Sie zum Beispiel ein Öl kaufen, dann sollte es sich um ein Vollspektrum-Öl in Bio-Qualität handeln. Gute Cannabidiol Produkte sind nicht billig, aber sie wirken!

Auf dem Markt sind Produkte mit unterschiedlichem CBD-Gehalt erhältlich. Je höher dieser ist, desto höher ist die Konzentration des CBD-Gehaltes.

Um die optimale Wirkung zu erzielen, sollten Sie einen Fachmann zu Rate ziehen und die Dosierung auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Symptome abstimmen!

Was Sie selbst tun können – Sofortmaßnahmen bei Schmerzen

  • Machen Sie Entspannungsübungen beziehungsweise wenden Sie Entspannungstechniken an (dazu zählen unter anderem: Meditation, Yoga, Autogenes Training, etc.). Durch den Schmerz sind Betroffene dauerhaftem Stress und negativen Emotionen ausgesetzt. Diese begünstigen die Schmerzen, durch Entspannungstechniken können Sie dem entgegen wirken.
  • Probieren Sie doch einmal Schüssler-Salze, z.B. Nr. 9 Natrium phosphoricum, Nr. 11 Silicea, Nr. 1 Calcium fluoratum und Nr. 2 Calcium phosphoricum.
  • Nehmen Sie Magnesium zu sich. Entsprechende Präparate sind in der Apotheke erhältlich.
  • Wenn die Schmerzen nicht aus einer Verletzung von Sehnen oder Gelenken resultieren, dann sollten Sie sich auch weiterhin „sanft“ sportlich betätigen. Bewährt haben sich hier tägliche Spaziergänge auf dem Waldboden. Wichtig: verwenden Sie gutes Schuhwerk – Sie sparen hier am falschen Ort!
  • Wärme hilft in der Regel bei der Behandlung von muskulären Problemen sehr gut. Nehmen Sie ein warmes Bad und geben Sie in das Badewasser ein paar Tropfen Lavendelöl oder kaufen Sie sich einen guten Badezusatz in der Apotheke.
  • Gehen Sie wieder einmal in die Sauna. Auch die Wärme der Sauna tut Ihren Muskeln gut und stärkt zudem das Immunsystem.
  • Lassen Sie sich Massagen verschreiben – wichtig: lassen Sie sich ausschließlich von einem zertifizierten Masseur/in massieren!

Wann Sie zum Arzt sollten…

Sollten die hier angeführten Anwendungen und Behandlungsmethoden zu keiner Linderung beitragen, dann sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und weitere schulmedizinische Abklärungen vornehmen lassen!

Dies ist ein Gastbeitrag von

Doris Jäger

https://naturalsmedizin.com/

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